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Mediensozialisation

Aufenanger beginnt seinen Text mit der These, die Thematik um Sozialisationseffekte von Medien sei so alt wie die Medien selbst. Er belegt diese These mithilfe verschiedener Beispiele aus der Geschichte, darunter die Theaterdarstellung Platons. Die Diskussionen um die Wirkung von Medien auf die Gesellschaft, entbrannten aber erst nach der Erfindung der elektronischen Medien. Diese würden meist Gewalt, Werbung oder politische Ideologien transportieren. Diese Sichtweise der Mediensozialisation vernachlässige jedoch Diskussionen innerhalb der Sozialisationsforschung. Im Folgenden führt er es weiter aus und benennt u.a. Arbeiten von Geulen und Hurrelmann. Anschließend konstatiert Aufenanger, handle es sich bei Mediensozialisation um einen komplexen Begriff. Des Weiteren legt der Autor die wechselseitige Beziehung von Mensch und Medien, welche ihn zu einer Definition von Mediensozialisation führt. Diese sei ein Prozess, in dem sich das entwickelnde Subjekt aktiv mit seiner mediengeprägten Umwelt auseinandersetzt, diese interpretiert sowie aktiv in ihr wirkt und zugleich aber auch von Medien in vielen Persönlichkeitsbereichen beeinflusst wird. Somit spiele der Begriff Medienkompetenz eine entscheidende Rolle, Aufenanger versteht darunter die Fähigkeit zur aktiven, selbstbestimmten und sozial-verantwortlichen Auseinandersetzung mit Medien. Nun gibt er dem Rezipienten eine Übersicht der bestehenden Ansätze zur Mediensozialisation. Anschließend kommt er auf die Defizite der Forschung im Bereich der Mediensozialisation zu sprechen. Zum einen fehlten theoretischen Arbeiten und andere Wissenschaften ignorierten diese Diskussion. Auch sei noch keine adäquate Strukturierung des Phänomens vorhanden. Hier wirft Aufenanger die Frage auf, ob es denn überhaupt eine allgemeine Theorie der Mediensozialisation geben könne, da die Medien hinsichtlich ihrer Struktur stark unterschiedlich seien. Zum anderen zielten die empirischen Studien vermehrt auf die Jugend ab, außerdem bezögen besagte Studien sich stark auf Phänomene wie Gewalt oder Werbung, weniger auf allgemeine Persönlichkeitsmerkmale wie Kognition oder Emotionen. Nicht zuletzt, müsse bemängelt werden, dass viele Studien der wechselseitigen Einflussnahme von Mensch und Medien nicht genügend Beachtung schenkten. Abschließend sei zu konstatieren, dass die Thematik Mediensozialisation grundlegend für die Medienpädagogik sei, weshalb diesem Bereich seitens der Forschung mehr Beachtung geschenkt werden müsse.

Mein Fazit

Meines Erachtens war dieser Text strukturierter zu lesen und die Argumentationskette leichter nachzuvollziehen. Dies könnte aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass nur ein Text zu lesen war und somit die volle Aufmerksamkeit bekam. Auch das Thema fande ich persönlich überaus interessant, vor allem die These Aufenanger nach der wechselseitigen Einflussnahme von Mensch und Medien. Da kam ich etwas ins Grübeln. Wie oft hält man sich z.B. den Samstagabend frei, weil ein guter Film im Kino läuft? Eigentlich kann die Vorstellung, von Medien beeinflusst zu sein erschreckend wirken. Was ich mir auf jeden Fall merken möchte ist diese Thematik und die damit einhergehenden Erläuterungen Aufenangers. Das Thema an sich ist einfach ungeheuer spannend und definitiv praxisbezogen. Ein jeder von uns nutzt (und wird benutzt?) Medien im Alltag. Diese sind eben aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

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