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Medienkompetenz

Gleich zu Beginn seines Textes klärt Hugge den Rezipienten über den Begriff Medienkompetenz auf. Dieser umfasse die Wissensbestände über Medien, sowie die Fähigkeit Medien souverän bedienen, kritisch beurteilen und kreativ gestalten zu können. Medienkompetenz könne eigenständig erworben, aber auch durch medienpädagogisches Handeln gefördert werden. Besonders wichtig für den Erwerb von Medienkompetenz sei weiterhin die soziale Umwelt.

Im späteren Verlauf des Textes kommt Hugge auf die Kritik der Fachwelt am Medienkompetenzbegriff zu sprechen.

U.a. sei Medienkompetenz lediglich ein verkürztes Verständnis von Medienpädagogik.

Außerdem ist von einem „latenten Unbehagen“ die Rede, weil Medienkompetenz vor allem der Vermittlung von „instrumentellem Wissen“, also „Verfügungswissen“, entspreche. Erst der Bildungsbegriff  beinhalte darüber hinaus „Orientierungswissen“.

Gegen Ende relativiert der Autor dieses schwarz/weiß Verständnis von Medienkompetenz und Medienbildung, wenn er konstatiert, dass die Unterstellung, Medienkompetenz habe einen vor allem zweckrationalen Charakter, zu kurz greife. Des Weiteren sei zu bedenken, dass Medienkompetenz bei näherer Betrachtung auch eine reflexive Komponente innehabe, weshalb beide Begriffe „für zwei Seiten derselben Medaille“ stünden.

Also zunächst einmal muss ich zugeben, dass ich bei der Lektüre des Textes mehr als nur ein Wort nachschlagen musste. Nichtsdestotrotz halte ich ihn für äußerst gelungen.

Die Relevanz von Medienkompetenz die im Text mitschwingt, ist meines Erachtens nicht zu leugnen. Betrachtet man den schulischen, akademischen oder beruflichen Kontext, ohne ein angemessenes Maß an Medienkompetenz ist man aufgeschmissen.

Absolut zustimmen muss ich dem Autor, wenn er die aktive Komponente beim Erwerb von Medienkompetenz als essentiell beschreibt. Hier muss ich an eine Definition von Erfahrung denken, welche mir im ersten Semester begegnete:

„Das Erfahren stammt von dem einfachen fahren. In seiner ursprünglichen Bedeutung meint fahren jede Art des Sich-fortbewegens im Raum. Das Präfix er- meint ein Er-reichen, Er-langen, Er-folg – ein Durchhalten bis zu einem Ende, das es zu erreichen gilt. Das Wort erfahren bedeutet also zunächst im wörtlichen Sinn, das Erreichen des Ziels einer Fahrt. Daraus entwickelt sich der übertragene Sprachgebrauch, vom Kennenlernen des Fremden durch eine eigenständige Auseinandersetzung mit einer Sache. Das Er-wandern einer Gegend passt sich nahtlos in diese Metaphorik ein und umfasst alle Erlebnisse, Entbehrungen oder glücklichen Momente, die dem Homo viator auf dieser Reise zustoßen und die nur er auf immer mit dieser Gegend und dieser Reise verbinden wird. Damit wird das eigenständige Durchleben (das Selber-Machen) der Erfahrungen zu einem Konstitutionsmerkmal der Erfahrung.“

Kommt dieses Bestreben in der Schule nicht von den Schülern selbst, so kann es vom Lehrer, wie im Text erwähnt, durch Projektarbeit angeregt werden. Spannend war außerdem die anfängliche scheinbare Ambivalenz von Medienkompetenz und Medienbildung schwinden zu sehen.

Wie zu Anfang bereits angemerkt, kann ich nichts Negatives über diesen Text sagen, meines Erachtens ist er rundum gelungen.

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